Mein Schiff liegt auf der griechischen Insel Samos, besser gesagt: es steht dort, aufgepallt im Winterlager und vieles wir repariert und gewartet. Und weil ich nicht Segeln kann, denke ich an die schöne Zeit des Segelns und schreibe darüber und über Samos und die griechischen Inseln vor der kleinasiatischen Küste südlich davon: „Dodekanes Gedöns“.
Einen weiteren Band mit meinen maritimen Anekdoten stelle ich fertig und nenne ihn „Ocean Child“. Bin ich ein Kind der See? Ein Kind der Ozeane könnte der sein, der sowohl im Atlantik auf beiden Seiten, im Pazifik und sogar im Indischen Ozean geschwommen ist, der an Nord- und Ostsee seit frühester Kindheit zuhause war und das geliebte Mittelmeer gepflügt hat. Ja, das bin ich.
Und dann wende ich mich dem Saarland zu, meiner zweiten Heimat, dort wo ich dreizehn Jahre gelebt habe, meine Berufsanfänge nahm als Literaturwissenschaftler mit Kafka und Goethe und als Journalist für kulturelle Themen. Da hatte ich das ganze Saarland durchstreift und durchstreife es gelegentlich noch heute. Ein Buch mit 100 kurzen saarländischen Skizzen entsteht, alles, was ich für wichtig halte und mir gefällt – ein Blick auf dieses kleine Bundesland von außen und doch (wie ich finde) kenntnisreich.
Für das „Mörderische Quartett“, dessen zweiter Band nach den mordenden Eulen aus dem Peiner Land nun dem brüllenden Braunschweiger Löwen gewidmet sein wird, habe ich exklusiv zwei neue Kurz-Krimis geschrieben, in denen es natürlich um den Stöckheimer Zoo, den Burglöwen und den auf dem Löwenwall sitzenden vier Bronzeskulpturen geht, an denen sich meine Band und ich in den 70er Jahren fotografieren ließ, als wir noch meinten, Musiker zu werden.
Mit drei Texten beteilige ich mich am Wettbewerb um den 6. Literaturpreis Harz für Kurzprosa und Lyrik unter dem Motto „Ein Harzer Brocken“. Den hat der Verein Lyrik lebt e. V. mit dem Geest-Verlag für solche Autorinnen und Autoren, die im Harz wohnen, gewohnt haben oder sich dem Harz in besonderer Weise verbunden fühlen, ausgeschrieben. Bei mir geht es ums Bergwandern, den „Eiffelturm vom Südharz“ und die Gaußsche Landvermessung.
Am 25. März erscheint druckfrisch das vierte Heft der regionalen Literaturzeitschrift „Raabenhorst“, das ich im Auftrag der AG Literatur der Braunschweigischen Landschaft e.V. herausgebe. Es enthält wiederum Kurzkrimis, von 21 neuen und altbekannten Autorinnen und Autoren, auf 40 dreispaltig bedruckten und illustrierten Seiten, 5 Euro im gut sortierten Buchhandel.
Begegnungen sind wichtig, literarische allzumal: Bei „books & drinks“ des Autor:innenzentrums Hannover lerne ich das Schreiberpaar Ulrike Gerold und Wolfram Hänel kennen, die schon rund 150 gemeinsame Bücher veröffentlicht haben. Sie stellten ihren neusten Krimi vor. Zum Frühlingsanfang war ich gemeinsam mit Karola Briese, die zuvor in der Gifhorner Buchhandlung Nolte ihren Krimi „Herz“ vorgestellt hat, auf dem Kulturmarkt im Otterzentrum Hankensbüttel mit einem Gemeinschafts-Bücherstand vertreten. Am Monatsende erschien das Buch "Eulenblick - Seit 3 Jahren schreiben wir Geschichte im Peiner Land" im Buchhandel.
Anfang März stellte ich im ausverkauften Feinkost Bati in der Peiner Innenstadt meine Töteberg-Krimis erstmals vor. Die Stimmung war gut, sechs von insgesamt 16 Texten, die das neue Buch enthält, konnte ich lesen. Und hinterher gingen auch einige Exemplare über den Ladentisch. Hat Spaß gemacht – vielen Dank an alle!
„Dauerhaft haltbar“ ist ein Radführer aus der Reihe „links und rechts vom ringgleis“ des Vereins Forum Industriekultur. Das Büchlein habe ich nahezu alleine geschrieben, jetzt komplett überarbeitet und der Buchreihe von Format und Inhalt angepasst. Es geht um die Konservenindustrie in Braunschweig, ein Wirtschaftszweig, der nirgendwo so intensiv und erfolgreich war wie in meiner Heimat, wo Landwirtschaft, technisches Know-how der Universität und Verpackungsindustrie Hand in Hand arbeiteten.
Der „Töteberg ermittelt“ ist auf dem Markt und ab sofort für 12 Euro bei epubli erhältlich. Im Sommer werde ich in der Reihe „Mord auf der Oker“ daraus lesen, von Mai bis September während abendlicher Floßfahrten auf Braunschweigs Lieblingsgewässer.
Und dann habe ich im Februar intensiv an neuen maritimen Texten geschrieben, ich will sie nicht Anekdoten nennen, es ist mehr. „Ocean Child“ habe ich diese Erzählungen vom Meer überschrieben, wahrscheinlich ist es so, dass ich mich damit – wenn es draußen wieder schneit und arschkalt ist – wegträume in lieblichere Gefilde.
Derweil stelle ich ein neues, inzwischen viertes Heft der regionalen Literaturzeitschrift RAABENHORST zusammen. Es enthält ebenfalls auf 40 Seiten überwiegend Kriminalgeschichten, vorwiegend solche, für die es in Heft 3 keinen Platz mehr gab, die allerdings auf unseren Aufruf hin eingesandt wurden und das Recht beanspruchen dürfen, veröffentlicht zu werden. Kommt demnächst für 5 Euro in den Handel.
Meine „Mare Nostrum“-Sammlung mit 365 Kurz-Texten aus dem Mittelmeer ist fertig; jetzt wird das Manuskript sorgfältig redigiert, dann werde ich es einigen Verlagen anbieten – und damit jene, die regelmäßig meine Website besuchen, nicht warten müssen, präsentiere ich Ausschnitte an dieser Stelle unter der Rubrik „Text des Monats“.